Da zwischen dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde A.B Zeiden und dem Vorstand der Zeidner Nachbarschaft nur alle Jahre Sitzungen stattfinden können, nützte Pfarrer Danielis Mare die Gelegenheit, im Anschluss an das Arbeitscamp in Zeiden, zu einer gemeinsamen Sitzung in den Kirchhof einzuladen. Der Einladung wurde von beiden Seiten mit großem Selbstverständnis Folge geleistet.

Auch wenn eine strikte Tagesordnung nicht vorgegeben war, entwickelte sich der gegenseitige Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu einer munteren Gesprächsrunde, in der vor allem die Zukunft des gemeinsamen Arbeitscamps, die allgemeine Situation und die künftigen Projekte der Kirchengemeinde angesprochen wurden.

Alle Themen wurden von beiden Seiten sachlich vorgetragen, um den gegenseitigen Informationsstand zu verbessern und auf den neusten Stand zu bringen. Erfreulich aus der Sicht der Vorstandsmitglieder war der Wunsch der Kirchengemeinde, das zweitägige Arbeitscamp weiterhin fortzuführen zu wollen. Künftig soll es jährlich in der zweiten Augustwoche stattfinden.

Selbstverständlich könnte man an das Arbeitscamp weitere Aktionen (Ausflüge, Ausfahrten) planen, die gemeinsam wahrgenommen werden können. Mit einer festen, wiederkehrenden Terminfestlegung möchten Kirchengemeinde und Nachbarschaft künftig eine noch optimalere Organisation und einen noch besseren Zuspruch erreichen.

Über die Art und den Umfang der künftigen Arbeitseinsätze vor Ort soll in jedem Jahr rechtzeitig entschieden werden. Im gegenseitigen Einvernehmen sollen 2027 die Helfer des Arbeitscamps erneut den Friedhof in Angriff nehmen und sich hauptsächlich der ca. 400 herrenlosen Gräber annehmen. Dabei sollen Fehler der Vergangenheit vermieden und eine langfristige Lösung angestrebt werden.

Hinsichtlich der priorisierenden Projekte der Kirchengemeinde wurden genannt: Errichtung einer öffentlichen Toilette (im Anschluss an die Wohnung der Friedhofswärterin), das Heizungsproblem in der Friedhofswärterinnenwohnung angehen und lösen, die dringende Innen- und Außenrenovierung der Leichenhalle, die Renovierung der Friedhofsmauer zur Friedhofsgasse (str. 9 Mai) hin, neue Standortbestimmung für die Erweiterung der Morres-Stiftung.

Dabei schwebt der Kirchengemeinde der Ausbau von drei weiteren Kornkammern vor. (Hierbei handelt es sich um eine Zukunftsprojekt größeren Ausmaßes). Als weiteres und dringendes Wunschprojekt der Nachbarschaft wurde die professionelle Reinigung des Glockenturms (die massive Verunreinigung durch Taubendreck ist nicht mehr länger hinnehmbar) und die Erneuerung des Holztreppenaufgangs im Glockenturm genannt. Hier wäre eine erneute Zusammenarbeit mit der Transilvania Hochschule aus Kronstadt (Holzverarbeitung) denkbar und umsetzbar.

Die Vertreter der Zeidner Nachbarschaft begrüßten die anvisierten Projekte und wünschten der Kirchengemeinde bei der Realisierung viel Erfolg. Die Errichtung des Leichenwagenunterstandes (Pavillon), die hochwertige Renovierung des Leichenwagens, die Einpflanzung der Lutherrose vor dem Heldendenkmal im Kirchhof und die Anbringung der Spendentafel machen deutlich, dass auch weiterhin gemeinsame Projekte möglich sind und Gemeinsamkeit und guter Wille auch in Zukunft maßgebend sein werden, um vorzeigbare Projekte zu realisieren und dadurch unsere Gemeinschaft über die Grenzen hinweg weiterhin zu stärken.

Helmuth Mieskes

BU:

Gemeinsame Sitzung im Kirchhof in Zeiden (von l.n.r): Pfarrer Danielis Mare, Mihai Catargiu, Udo Buhn, Titi Andone-Kauntz, Rüdiger Zell, Elke und Norbert Wagner, Helmuth Mieskes, Elke Roth, Tobias Kraft, Christine Benga, Annette Königes und Martin Reckerth

Bild: hk