33 Zeidnerinnen und Zeidner beteiligten sich am Heimattag der Siebenbürger Sachsen am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 2026, beim Trachtenaufmarsch in Dinkelsbühl und brachten beste Laune bei sommerlichen Temperaturen mit. Und wir waren nicht allein: Laut „Siebenbürger.de“ brach der diesjährige Trachtenumzug in Dinkelsbühl mit 116 Gruppen und über 3.200 Teilnehmenden alle bisherigen Rekorde.
Es war somit der längste Trachtenumzug in seiner Geschichte – der beste Beweis, dass gelebte Tradition und Zusammenhalt nicht nur erhalten, sondern auch weitergegeben werden!
Man sah viele junge Siebenbürger Sachsen in Tracht, sogar ein junges Brautpaar war mit dabei. Großartig ist zu sehen, wie viele junge Sachsen die Tanzgruppen „leben“ lassen und sich einbringen. Kindertanzgruppen zeigen in besonderer Form, dass das Erbe der Siebenbürger erfolgreich weitergeben und vorgelebt wird.
Es ist somit auch eine weitere Einladung an alle Zeidnerinnen und Zeidner, Teil dieser großen und schönen Gemeinschaft zu sein und sich einzubringen. Wir sind schon viele, aber wie ihr wisst: Vom Guten bekommt man nie genug!
Und deshalb hier und heute nochmals ein Aufruf an alle, die sich noch zieren, mitzumarschieren: Man wird nunmal in die Zeidner Gemeinschaft hineingeboren, aber wer sich einbringt, der bleibt unvergessen, ebenso wie all diese schönen Momente, die man zusammen erschafft und teilt. Es darf uns jedes Mal eine Ehre sein, die Tracht unserer Ahnen anzuziehen und zu zeigen – zeigen, wer wir sind und zeigen, wer unsere Ahnen waren: Zeidner, Siebenbürger Sachsen und ein Teil einer lebendigen großen Gemeinschaft, die zusammenhält. So ehren wir das Erbe und unsere gemeinsame Vergangenheit in einer besonders schönen Form. Also: Wer eine Tracht zu Hause findet und bisher noch nicht dabei war: Jetzt wird es Zeit.
Kurze Zusammenfassung des Aufmarsches: Am 24. Mai 2026 trafen sich alle Trachtengruppen an der Promenade, unweit des Ehrenmals der Siebenbürger Sachsen. Egmond Kaufmann leitete die Gruppe der 33 Zeidnerinnen und Zeidner an. Es wird seitens der Siebenbürgischen Gemeinschaft als Veranstalter inzwischen verstärkt darauf getrachtet, die Tracht korrekt zu tragen: Auf moderne Accessoires wie Sonnenbrillen, Sneakers (auf Zeidnerisch „Pinsch“) etc. ist zu verzichten.
Es war an dem Tag so heiß, dass nur Karlheinz Josef, Helmut Wenzel sowie Horst Pechar den traditionellen Kirchenrock trugen. Erfreulicherweise hatten wir auch wieder alle Generationen dabei von ganz Jungen wie den Prömm-Kindern bis zu Senioren wie Udo Buhn und Werner Ziegler. Der Aufmarsch dauerte nur ca. eine halbe Stunde und verlief erneut traditionell vom Segringer Tor, an der Schranne vorbei zum Rothenburger Tor, wo er endete.
Nach einem Gruppenfoto beim Dinkelsbühler Park vor der Stadtmauer trafen sich die Zeidnerinnen und Zeidner in der „Schleuse“, wo man noch zünftig beisammensaß und sich darüber freute, dass sich auch noch einige nichttrachttragende Zeidner auf den Weg nach Dinkelsbühl machten, um ein wenig in Heimatgefühlen zu „baden“.
Eine Besonderheit war dieses Mal, dass mehrere Fahnenträger der Trachtengruppen nach dem Passieren der Schranne von Helfern der Veranstaltung gebeten wurden, Spalier an der Schranne zu stehen, zusammen mit einigen jungen Paaren, die in auffallend schönen Trachten gekleidet waren.
So durften auch wir Zeidner mit unserer Fahne zu den wenigen Auserwählten zählen, die vor der Schranne Präsenz zeigten. Unser Fahnenträger erlebte so hautnah die Rede von Alexander Dobrindt, dem Bundesinnenminister. Eine schöne Aussage von ihm war: „Wer gute Laune will, der muss nach Dinkelsbühl kommen…“
Und wer dort war, kann es nur bestätigen…
Ralf Ziegler




